Ferien vor der Haustür

03.09.18 08:24
Anna-Lena Simons
Mini Tabu 2018 (3)

In der letzten Sommerferienwoche war es wieder soweit: auf dem Schulhof des Schulzentrums Tannenbusch luden die Kirchengemeinde St. Thomas Morus und die KJA Bonn zu einem bunten Ferienprogramm – direkt vor der Haustür – in Tannenbusch ein.Rund 40 Kinder zwischen acht und zwölf Jahren aus Tannenbusch und Umgebung hatten damit die Möglichkeit, Urlaub zu Hause machen.

Ob Urban Gardening, Handwerk oder Street Art: In den täglich wechselnden technischen, kreativen und lehrreichen Workshops konnte jedes Kind seinen eigenen Ferientag gestalten, Interessen nachgehen und Neues kennenlernen.

Highlights waren sicherlich der Besuch zweier Ziegen aus dem Projekt „Stallgespräch Alfter“. Im Rahmen eines mobilen Tierbesuchsdienstes können Tiere hautnah erlebt und Wissen über natürliche Lebensgrundlagen vermittelt werden. Zudem besuchten die Bonnorange Stadtreinigung und die Verbraucherzentrale NRW die Ferienstadt und klärten umfassend und spielerisch über Umweltthemen und Nachhaltigkeit auf.

Organisiert wurde das Projekt von der KJA Bonn in Kooperation mit der Katholischen Kirchengemeinde St. Thomas Morus. Vorab geplant und umgesetzt haben Mini Tabu aber engagierte Jugendliche aus der Gemeinde, den Jugendverbänden und Schülerinnen und Schülern des Tannenbusch Gymnasiums. Organisationen, Vereine und Persönlichkeiten aus dem Stadtteil unterstützen das Projekt. „Es war schön zu sehen, wie die verschiedenen Akteure auf unterschiedliche Weise das Projekt unterstützt haben.“, freut sich Jugendreferent Lukas Schmalenstroer, unter dessen Anleitung die Jugendlichen Mini Tabu gestemmt haben. Tannenbusch sei ein Stadtteil, in dem sich viele Familien keine Reise leisten können. Aus diesem Grund sollten insbesondere diese Kinder die Möglichkeit bekommen, Urlaub Zuhause zu machen.

„Mini Tabu“ fand in diesem Jahr zum zweiten Mal in den Sommerferien statt. Eine Woche Ferienprogramm zu Hause kostete 25 Euro. Dafür gab es Essen und Getränke sowie Bastelmaterial. Für Besitzer eines Bonn-Ausweises war die Teilnahme kostenfrei.
Und im kommenden Jahr? „Viele Kinder haben uns schon gefragt, ob sie im nächsten Jahr wieder mitmachen dürfen und auch die Teamer waren so begeistert, dass einige von ihnen schon betont haben, im nächsten Jahr gerne wieder bei der Planung dabei zu sein.“, so Schmalenstroer. „Wir werden das Projekt jetzt gemeinsam reflektieren und dann schauen, wie es im nächsten Jahr weitergeht“.

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