Meine Geschichte? Deine Geschichte!

02.08.21, 07:05
Eva Rott
JMD Kalender_001

Nie gelingt Integration von heute auf morgen. Bei den jungen zugewanderten Menschen kommt es auf die individuelle Bereitschaft zur Integration an, bei der bereits hier lebenden Bevölkerung auf deren Aufnahmebereitschaft. Und sehr wichtig sind dabei immer zeitnahe passende Angebote wie z.B. Deutschkurse, Sportangebote und Informationsveranstaltungen zum Thema Bildung. Das zurück liegende Jahr 2020 ist geprägt von der Corona- Pandemie, in der zahlreiche integrationsfördernde Maßnahmen nicht oder vielfach nur sehr eingeschränkt angeboten wurden.

An dieser Stelle werden beispielhaft zugewanderte oder geflüchtete junge Menschen gezeigt, die vor 1-5 Jahren in den Kreis Euskirchen gekommen sind. Sie werden vom Jugendmigrationsdienst (JMD) Euskirchen sozialpädagogisch begleitet.
Sie haben den Mut, öffentlich ihr Gesicht zu zeigen und von ihren Wünschen und Hoffnungen, Sorgen und Ängste auch in Hinblick aus die Corona- Pandemie stellvertretend für viele andere junge Geflüchtete zu berichten. Es wird deutlich, dass sie trotz Einschränkungen für ihre Aufnahme in Deutschland dankbar sind und sie mehr als bemüht sind, Deutschland in seiner
Vielfalt kennen- und verstehen zu lernen. Deutlich wird auch, dass individuelle Integrationsprozesse Zeit beanspruchen, von Rückschlägen begleitet und Feindseligkeiten erlebt werden. Die abgebildeten jungen Menschen sind dennoch sehr motiviert und hoffnungsvoll, sich eine gute Zukunft in Frieden und Freiheit aufzubauen und wünschen sie sich sehr, dass ihnen immer mit Respekt begegnet wird.

Vorgestellt wird auch das Team des JMD Euskirchen, die Kollegin des NRW- Projektes "Gemeinsam klappt´s – Durchstarten in Ausbildung und Arbeit" sowie die Fachbereichsleiterin "Jugendsozialarbeit" unserers Trägers, der KJA Bonn.

Die Corona- Pandemie erschwert Integrationsbemühungen zahlreicher zugewanderter und geflüchteter jungen Menschen – unser Jugendmigrationsdienst Euskirchen bleibt mit seinem Träger und seinen Kooperationspartnern immer besorgt, Kontakte zu den jungen Menschen während und über die Pandemiezeiten hinaus zu pflegen und deren Integrationsbereitschaft aufrecht zu erhalten.

Alle Geschichten sind Teil des jährlichen JMD-Kalenders des Jugendmigrationsdienstes Euskirchen.

Regeln sind gut und wichtig

Shaghayegh Faraji, 23
Iran | Zülpich

Ich fühle mich in Deutschland sehr wohl. Die Leute sind immer nett und helfen bei Problemen.

Ich habe im Deutschkurs und danach viel Unterstützung bekommen. 
Besonders gut finde ich, dass es nach den Kursen, in denen man die Sprache lernt, auch Kurse gibt, die auf das Studium vorbereiten.

Ich habe im Iran Abitur gemacht und dann zwei Jahre in Baku (Aserbeidschan) Zahnmedizin studiert.
In Deutschland möchte ich mit dem Studium fortfahren.
Mein Traum ist, später eine eigene Praxis zu haben.

Durch Corona gab es eine Pause beim Deutschkurs, ein anderer Kurs begann später, und so verschiebt sich der Beginn des Studiums um fast ein Jahr. 

Sehr traurig für mich war auch, dass man die Freunde nicht immer treffen konnte.
Ich habe in Deutschland sehr viele Freunde gefunden.

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