Impuls
Mit der vierten Kerze auf dem Adventskranz sehen wir, dass Weihnachten nahe ist. Wir freuen uns auf das Fest der Liebe. Doch die Gefahr ist groß, Weihnachten mit hohen Erwartungen zu beladen, die uns das Bild von der „heilen Familien-Welt“ in und an der Krippe suggeriert.
Aber als Jesus in die Welt kommen sollte, war das Setting alles andere als „heile Welt“. Im Evangelium des vierten Adventssonntags wird uns Josef vor Augen gestellt. Hinweis: Du findest den ganzen Text in der Bibel bei Matthäus, Kapitel1, Verse 18-24.
Josef war mit Maria verlobt, als sie nach Gottes Plan schwanger wurde und es klar war, dass er nicht der Vater des Kindes sein konnte.
Ich kann es mir gut vorstellen, dass seine Wünsche und Träume, sein Glück, seine Zukunft erstmal wie ein Kartenhaus zusammenfielen.
Ich erahne ein Gefühls- und Gedankenchaos, Ängste, Sorgen, Druck, Wut und Ärger – Gefühle, die Herz und Seele schwer machen und die einen Menschen bis in den Schlaf verfolgen können.
Und Josef träumte und der Engel sagte: „Fürchte Dich nicht …“ (Mt. 1,20) und weiter: „… und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.(Mt. 1,23)
Josef wird über Nacht entlastet. Beim Erwachen weiß er, was seine Aufgabe ist, und nimmt sie an. Sein Glück findet seinen Weg – ganz anders als geplant und auch alles andere als einfach, und doch voller Sinn, voller Liebe, voller Erfüllung.