Zum Inhalt springen
Header_Adventsimpulse
Header_Adventsimpulse
Header_Adventsimpulse
Header_Adventsimpulse
Header_Adventsimpulse
Header_Zweiter_Adventssonntag
Header_Zweiter_Adventssonntag
Header_Zweiter_Adventssonntag
Header_Zweiter_Adventssonntag
Header_Zweiter_Adventssonntag

Adventsimpulse

In den kommenden vier Wochen ist unsere Welt voller Lichter, Düfte, voller Angebote und Verlockungen. Alles wird in Vorfreude getaucht – und gleichzeitig wird es an vielen Orten stressiger, hektischer. Gönne Dir jetzt Pausen. Zeit, um Dich auf Dich selbst, auf die anderen und auf Gott zu besinnen.

Wenn Du magst, lass Dich von unseren kleinen Impulsen begleiten – auf dass ein froher, heller Weg durch den Advent entstehe – für Dich, für uns und für alle, die aufmerken, aufstehen, aufatmen und schließlich zur Krippe aufbrechen wollen.

4. Adventssonntag

Impuls

Mit der vierten Kerze auf dem Adventskranz sehen wir, dass Weihnachten nahe ist. Wir freuen uns auf das Fest der Liebe. Doch die Gefahr ist groß, Weihnachten mit hohen Erwartungen zu beladen, die uns das Bild von der „heilen Familien-Welt“ in und an der Krippe suggeriert.

Aber als Jesus in die Welt kommen sollte, war das Setting alles andere als „heile Welt“. Im Evangelium des vierten Adventssonntags wird uns Josef vor Augen gestellt. Hinweis: Du findest den ganzen Text in der Bibel bei Matthäus, Kapitel1, Verse 18-24.

Josef war mit Maria verlobt, als sie nach Gottes Plan schwanger wurde und es klar war, dass er nicht der Vater des Kindes sein konnte.

Ich kann es mir gut vorstellen, dass seine Wünsche und Träume, sein Glück, seine Zukunft erstmal wie ein Kartenhaus zusammenfielen.

Ich erahne ein Gefühls- und Gedankenchaos, Ängste, Sorgen, Druck, Wut und Ärger – Gefühle, die Herz und Seele schwer machen und die einen Menschen bis in den Schlaf verfolgen können.

Und Josef träumte und der Engel sagte: „Fürchte Dich nicht …“ (Mt. 1,20) und weiter: „… und sie werden ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott mit uns.(Mt. 1,23)

Josef wird über Nacht entlastet. Beim Erwachen weiß er, was seine Aufgabe ist, und nimmt sie an. Sein Glück findet seinen Weg – ganz anders als geplant und auch alles andere als einfach, und doch voller Sinn, voller Liebe, voller Erfüllung.

Fürchte Dich nicht!

„Fürchte Dich nicht!",
sagt der Engel
zu Maria, zu Josef,
zu Dir und zu mir –

„Fürchte Dich nicht!"
Toll, denke ich, wie soll ich das machen?
… und werde doch ruhiger und weicher.

„Fürchte Dich nicht!"
Ja, ich will versuchen,
dem Weg zu vertrauen, der sich mir zeigt.

„Fürchte Dich nicht!",
sagt der Engel
zu Maria, zu Josef,
zu Dir und zu mir –

Immanuel: Gott ist mit uns! 

---

© Daniela Ossowski
(Fachbereichsleiterin Kirchliche Jugendarbeit KJA Bonn)

Einladung

Wozu brauchst Du heute Mut und Zuspruch? Was macht Dir Mut? Wohin zieht es Dich? Wozu bist Du gesandt?

Vielleicht kannst Du auch in der vierten Adventswoche Orte und Zeiten für Dich finden, wo Du Deiner Sehnsucht auf die Spur kommen kannst. Cosy auf ein Sofa gekuschelt oder aktiv bei einem Spaziergang in der Natur?! 

Vielleicht überrascht Dich dann mitten am Tag ein schöner (Tag-)Traum?!

Vielleicht träumst Du in den nächsten Nächten ganz lebendig und schön. Schreibe Deine Tag- und Nacht-Träume auf – sie werden Dir den Weg weisen.

Angebot

Wenn Du Dir ein „Advents-Gespräch“ wünschst, um Deine Erlebnisse, Gedanken, Ideen der ersten Adventswoche mit jemanden zu teilen, melde Dich gerne bei:

Daniela Ossowski
daniela.ossowski@kja-bonn.de
Telefon: 01520 4916480

3. Adventssonntag

Impuls

„[…] Jesus antwortete ihnen: Geht und berichtet Johannes, was ihr hört und seht:
Blinde sehen wieder und Lahme gehen; Aussätzige werden rein und Taube hören;
Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium verkündet.“  

Dieses Zitat findest Du in der Bibel bei: Matthäus, Kapitel 11, Abschnitte 4-5

Dieser Ausschnitt aus dem Evangelium des dritten Adventssonntags, lenkt unseren Fokus auf wundervolle Veränderungen. Menschen aller Zeiten waren und sind belastet. Unterschiedliche Herausforderungen schränken das frohe, freie Leben ein. Menschen sehnen sich nach Entlastung, Heilung und Freiheit – bis heute. Jesus Christus hat den Menschen seiner Zeit Heilung, Aufmerksamkeit, Respekt geschenkt, er hat ihnen Würde (wieder)gegeben – und deshalb glauben wir Christ*innen von heute und manche Glaubenserfahrung unterstreicht diesen Glauben: Er handelt an uns heute genauso.

Jesus,
Du kamst in die Welt, um  Liebe zu geben.
Du kamst in die Welt, um Heilung zu bringen.
Du kamst in die Welt, um Gottes Reich mitten unter den Menschen zu bauen.

Jesus,
Dein Geist ist in der Welt, um Liebe zu geben.
Dein Geist ist in der Welt, um Heilung zu bringen.
Dein Geist ist in der Welt, um Gottes Reich mitten unter uns zu bauen.

Jesus Christus,
hilf uns zu glauben, richte uns auf und heile uns, sei spürbar an unserer Seite.
Hilf uns, kurz vor dem Weihnachtsfest und immer, einander zu stärken, für das Leben, für die Liebe, für den Glauben und die Hoffnung.

Amen.

Atemübung:
Fünf-Finger-Atmung

Herzensgebet oder auch Jesusgebet: Diese alte christliche Meditationsform wird den Wüstenvätern und-müttern, deren Zeit am Ende des dritten Jahrhunderts war, zugeschrieben. Sie waren spirituelle Lehrer*innen der Christ*innen ihrer Zeit. Diese kontemplative Gebetsform wird heute wiederentdeckt und wieder häufiger in die persönliche Gebetspraxis der Glaubenden hineingeholt. Vielleicht auch, weil auch das Atmen  und seine positiven Wirkungen in der Medizin und Psychologie eine neue Aufmerksamkeit erhalten haben und Atem und Wort im Herzensgebet verbunden werden. Sorge dafür, dass Du eine Zeitlang etwas Ruhe und Raum für Dich persönlich hast.

Anleitung:

  1. Wenn Du magst, zünde Dir eine Kerze an und wenn es Dir hilft, ruhig zu werden, mach Dir etwas ruhige Musik an.
  2. Setze, lege oder stelle Dich dann bequem hin, sorge für eine gute Wohl-Spannung in Deinem Körper.
  3. Dann lege Deine Aufmerksamkeit auf Deine Atmung.
    Verbinde das ruhige, langsame Einatmen mit den Worten: „Jesus Christus"
    – baue eine kleine Pause ein –
    und atme dann langsam aus mit den Worten: „Erbarme Dich meiner!"
  4. Wiederhole den Rhythmus einige Male und nimm diese Übung auch zwischendurch einfach in deine Alltagssituationen mit hinein. Beobachte, wie Deine Resonanz auf dieses betende Atmen/atmende Beten ist.

 

Alternative Varianten:

Du, mein Gott (einatmen) … verknüpft mit: 
Ich danke Dir! (ausatmen)
Oder: Du bist bei mir! (ausatmen); 
Oder: Mach mich stark! (ausatmen)

Jesus Christus (ein)… verknüpft mit: 
Stärke mich! (ausatmen)
Oder: Heile mich! (ausatmen)

Heiliger Geist (ein) … verknüpft mit: 
Leite mich! (ausatmen)
Oder: Lehre mich! (ausatmen)

Worte sind nicht einfach nur Worte. Du weißt aus Erfahrung, wie gute und schlechte Worte auf Menschen wirken. Worte können zerstören und Worte können heilen. Deshalb achte gut darauf, welche Worte Dir gut tun!

Traue Dich, Dir Dein Herzensgebet selbst zusammenzustellen, mit Worten und Gedanken, die Dir gut tun.

Angebot

Wenn Du Dir ein „Advents-Gespräch“ wünschst, um Deine Erlebnisse, Gedanken, Ideen der ersten Adventswoche mit jemanden zu teilen, melde Dich gerne bei:

Daniela Ossowski
daniela.ossowski@kja-bonn.de
Telefon: 01520 4916480

2. Adventssonntag

Impuls

Mutige Schritte im Advent: „Kehrt um!“, sagt Johannes der Täufer denen, die ihm zuhören. (Findest Du in der Bibel bei Matthäus, Kapitel 3, Vers 2.)

Umkehren braucht Zeit und Mut. Umkehren führt zur Veränderung, Veränderung ermöglicht Entwicklung.

Vielleicht magst Du es ausprobieren?! Nimm Dir in der kommenden Woche Zeit, über alles nachzudenken, was Dir gerade gut tut und genauso über das, was Dein gutes Leben stört. Im nächsten Schritt könntest Du Dir einen Punkt aussuchen, was Du verändern könntest, wo Du umkehren könntest, um die Beziehung zu Dir, zu anderen oder Gott zu klären. Ehrlich hinschauen kann anstrengend sein – und Veränderung braucht Mut – doch das Verlassen so mancher „Komfortzone“ ermöglicht die Entwicklung zum Besseren.

Mutige Schritte im Advent

Schritt für Schritt
dem Licht vertrauen!

Einen Fuß vor den anderen setzen.
Wege finden -
hin zu mir, hin zu dir.

Immer wieder aufstehen,
meine Träume entdecken,
meine Sehnsucht erspüren.
Wer bin ich?
Was will ich?
Wohin führt mich mein Licht?

Immer wieder mutig sein.
Voller Zuversicht.
Wo bist du?
Wer bist du?
Wohin führt mich dein Licht?

Schritt für Schritt
Wege wagen zu DIR.
Mutig werden für DICH.
Licht will ich sehen.
Licht will ich teilen.
Licht will ich sein.
Für mich. Für DICH.

---

© Daniela Ossowski
(Fachbereichsleiterin Kirchliche Jugendarbeit KJA Bonn)

Einladung

Licht will ich teilen. Traue Dich in der kommenden Woche aus Deiner Komfortzone heraus zu treten. Entdecke, was oder wer Dich berührt und gehe damit bzw. mit ihm*ihr in Kontakt. Vielleicht willst Du Dich zu einem Thema endlich mal umfassend informieren? Oder Du traust Dich, jemanden zu einem Kaffee/Tee einzuladen, eine Person, die Du noch nicht so richtig kennst.

Gönne Dir und/oder anderen mit Dir eine neue Erfahrung.

Angebot

Wenn Du Dir ein „Advents-Gespräch“ wünschst, um Deine Erlebnisse, Gedanken, Ideen der ersten Adventswoche mit jemanden zu teilen, melde Dich gerne bei:

Daniela Ossowski
daniela.ossowski@kja-bonn.de
Telefon: 01520 4916480

1. Adventssonntag

 Impuls 

„Seid also wachsam! …“ (findest Du in der Bibel: Matthäus, Kapitel 24, Vers 42). Diese Worte Jesu werden die Mitfeiernden der katholischen Messe am ersten Advent im Evangelium hören.

Wachsamsein wird wohl nicht heißen, in ständiger Hochspannung zu leben.

Aus der Psychologie und dem eigenen Erleben wissen wir, dass ständige „Alarmbereitschaft“ für Erschöpfung und Entmutigung sorgt. Sie hilft nicht, froh im Leben Fuß zu fassen und sich für das Gute zu engagieren.

Vielleicht kommen wir der Wachsamkeit, die Jesus meinen könnte, ein bisschen mehr auf die Spur, wenn wir in uns hineinspüren. Vielleicht entdecken wir so Resonanzen, die das Leben um uns herum in uns auslöst. Auf dieser Basis könnten wir unsere eigenen Sehnsucht entdecken und damit unsere Motivation das Leben zu gestalten und uns einzubringen und zu engagieren.

 Wach auf! 

Lichter zünde an!
Brenn Löcher in die kalte Welt!

Brenn Löcher in die Einsamkeit!
Brenn Löcher in die Traurigkeit!

Entzünde! Brenne!
Steck die Welt mit deiner Liebe an!

Entfach ein Feuer,
das das Dunkel warm erhellt!

---

©Gisela Baltes
(Diplomtheologin und christliche Autorin,*1944)

 Einladung 

Steck die Welt mit deiner Liebe an!

Gönne Dir in der kommenden Woche immer mal wieder einen besonderen Moment.

Entdecke, was Dich berührt, was Dich lebendig macht.

Entdecke, was Dir geschenkt ist, was Dir gut tut, was Dich dankbar und zufrieden macht – vielleicht magst Du es aufschreiben.

Genieße bewusst etwas Zeit mit Dir alleine oder mit einem anderen Menschen.

Wenn Du beten kannst oder willst, nimm Dir Zeit dafür.

Wenn Du magst, suche Dir ein Lied, das Dir gut tut beim „Wachsamsein“ – vielleicht eins davon: