Wie kann ein verantwortungsvoller und kindgerechter Umgang mit Medien im OGS-Alltag gelingen? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein Eltern-Kind-Nachmittag an der OGS der Bernhardschule am Dienstag, 16. Juni 2026. Eingeladen waren Eltern sowie Kinder der 4. Klassen, die bereits über einen Medienführerschein verfügen und sich entsprechend reflektiert einbringen konnten. Ziel war es, gemeinsam Grundlagen für ein zukünftiges Medienkonzept der Einrichtung zu entwickeln.
Initiiert wurde der Prozess von Einrichtungsleiterin Inga Matthiesen, die das Thema Medienbildung in der OGS angestoßen und gemeinsam mit ihrem Team weiterentwickelt hat. Das Konzept soll künftig verbindliche Orientierung bieten und klären, welche Medien wann und in welcher Form im OGS-Alltag genutzt werden und wie ein verantwortungsvoller Umgang mit digitalen Angeboten gelingt.
Der Nachmittag war bewusst als offener Austausch angelegt. Im Mittelpunkt stand das Zuhören: Eltern, Kinder und Fachkräfte brachten ihre Perspektiven, Fragen und auch kritischen Anmerkungen ein. So wurden unterschiedliche Sichtweisen sichtbar und ein gegenseitiges Verständnis gefördert. Ziel war es eine gemeinsame Grundlage zu schaffen, Vertrauen zu stärken und bestehende Vorbehalte abzubauen.
Besonders wertvoll war die aktive Beteiligung der Kinder. Die Viertklässler*innen konnten auf ihre Erfahrungen aus dem Medienführerschein zurückgreifen und formulierten klar ihre Bedürfnisse und Einschätzungen. Gleichzeitig erlebten sie, dass ihre Perspektiven ernst genommen werden und in die Weiterentwicklung des OGS-Alltags einfließen.
Fachlich begleitet wurde der Nachmittag von Zoe Schmidt, Medienpädagogin der Katholischen Jugendagentur Bonn. „Es geht in erster Linie nicht darum, wie lange Kinder Medien nutzen, sondern wie sie sie nutzen – also um Qualität statt Quantität“, betonte sie. „Wichtig ist, dass Eltern Interesse zeigen, mit ihren Kindern über Medienerlebnisse sprechen und sie begleiten. Kinder brauchen Orientierung und Vertrauen, um Medien verantwortungsvoll nutzen zu können.“ Zugleich stellte Schmidt die wichtige Vorbildfunktion der Eltern im eigenen Medienumgang heraus.
Der Austausch machte deutlich, dass Medienbildung nur gemeinsam gelingen kann. Eltern erhielten Einblicke in den pädagogischen Einsatz von Medien in der OGS, während Fachkräfte die Perspektiven und Anliegen der Familien besser nachvollziehen konnten. Die Ergebnisse des Nachmittags fließen nun in die weitere Entwicklung des Medienkonzepts ein – als wichtiger Schritt hin zu mehr Transparenz, Beteiligung und einem sicheren Umgang mit Medien im OGS-Alltag.