Anlässlich des Flüchtlingstags am 20. Juni 2026 erinnern die Jugendmigrationsdienste (JMD) Euskirchen und Rhein-Sieg, beide in Trägerschaft der Katholischen Jugendagentur Bonn, daran, wie entscheidend Begegnung, Teilhabe und die Achtung der Menschenwürde für gelingende Integration sind. Die JMD unterstützen junge Menschen mit Einwanderungs- und Fluchtgeschichte bei ihrem Start in Deutschland – zum Beispiel beim Spracherwerb, bei Fragen rund um Schule, Ausbildung und Beruf sowie bei der gesellschaftlichen Teilhabe.
Wie wertvoll diese Begleitung sein kann, zeigt die Geschichte von Remounda, die im Jahreskalender des JMD Euskirchen porträtiert wird. Die junge Frau kam 2024 gemeinsam mit ihrem Vater und ihrem Bruder aus Ägypten nach Deutschland. In ihrer Heimat musste sie die Schule nach elf Jahren ohne Abschluss verlassen. Beim JMD nimmt sie regelmäßig an Gruppenangeboten teil und baut Schritt für Schritt ihre Perspektiven auf. Inzwischen besucht sie einen Integrationskurs in Mechernich und verfolgt klare Ziele: Sie möchte eine Ausbildung beginnen oder das Abitur nachholen, um später zu studieren. Trotz vieler Herausforderungen blickt Remounda zuversichtlich in die Zukunft.
Für die JMD steht ihre Geschichte stellvertretend für viele junge Menschen mit Fluchterfahrung. Hinter jeder Flucht steht ein Mensch mit Fähigkeiten, Hoffnungen und Zukunftsplänen. Der Flüchtlingstag erinnert daran, dass Integration nicht allein von Formularen und Verfahren geprägt wird, sondern vor allem von Respekt, Chancengleichheit und der Wahrung der Menschenwürde.
Die JMD Euskirchen und Rhein-Sieg setzen sich täglich dafür ein, dass junge Menschen wie Remounda ihre Potenziale entfalten und ihren Platz in der Gesellschaft finden können – als selbstbestimmte Persönlichkeiten mit eigenen Träumen und Perspektiven.
