Was tun, wenn man einen Krieg nicht beenden kann – aber trotzdem helfen möchte? Jugendliche des Offenen Treffs in Swisttal-Heimerzheim fanden eine praktische Antwort: kleine selbstgebaute Taschenlampen.
Seit November des letzten Jahres traf sich eine Gruppe von rund 15 Kindern und Jugendlichen regelmäßig im Offenen Treff Swisttal, um gemeinsam Mini-Taschenlampen zu bauen. Für viele war es der erste Umgang mit Kabeln, Werkzeug und Lötkolben. Schritt für Schritt entstanden aus einfachen Materialien (Pfefferminzdöschen, Batterien, LED-Lämpchen) funktionierende Lichtspender – insgesamt 200 Stück. Jede Lampe wurde von Hand gefertigt und anschließend persönlich gestaltet. Kinder der Grundschule entwarfen individuelle Aufkleber mit Zeichnungen und kleinen Botschaften, die auf die Döschen angebracht wurden.
Die Lampen sind für Kinder und Jugendliche in Charkiw bestimmt, die aufgrund von Stromausfällen oft im Dunkeln lernen und leben müssen. Neben der praktischen Hilfe soll so auch ein Zeichen entstehen: Ihr seid nicht allein. Während des Projekts sprachen die Jugendlichen im Treff auch über Krieg, Angst und Solidarität. Viele äußerten den Wunsch, nicht nur zuzusehen, sondern aktiv zu helfen. Das Projekt machte genau das möglich.
Begleitet vom pädagogischen Team lernten die Teilnehmenden dabei Teamarbeit, Geduld und Verantwortung. Gemeinsam verpackt, traten die Lampen schließlich mit weiteren Hilfsgütern ihre Reise an. Für die Jugendlichen bleibt vor allem die Erfahrung: Auch kleine Ideen können große Bedeutung haben – besonders, wenn man sie gemeinsam umsetzt.
Tatkräftige Unterstützung bei der Materialbeschaffung leistete der Heimerzheimer Ortsausschuss, der das Projekt gemeinsam mit dem Offenen Treff initiierte und die Aufgabe der Fördermittelbeschaffung übernahm. Für die Zusammenarbeit und das tolle Ergbnis bedankt sich der Offene Treff und die Katholische Jugendagentur Bonn, Trägerin der Einrichtung.
